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profi / Trend international Abenteuer Hotel Das »Four Seasons« in Seoul stellt Kindern ein Zelt im Hotelzimmer auf. Ihr Kinderlein kommet 22 falstaff profi 05/2021

Fotos: Yaroslav Shuraev/pexels, Four Seasons Seoul, Hyatt Hotels Corporation/EdleyDiaz, Hilton Hotel Seoul Schlaf mag das Kerngeschäft der Hotellerie sein, aber gerade in der gehobenen Kategorie geht es um weit mehr. Was man hierzulande vereinzelt als Staycation kennt, ist in Korea ein Megatrend und nennt sich Hocance. Text nicola afchar-Negad In ein Hotel in der eigenen Stadt einchecken – um eine Halloweenparty (im Zimmer!) zu feiern oder den Kindern im Zelt (ja, richtig, im Zimmer!) die Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen: wie hört sich das an? Ein bisschen verrückt, so als ob sie das irgendwo anders so machen würden? Richtig, genau so ist es. Seit einigen Jahren ist Hocance (Kunstwort aus den Begriffen »Hotel« und »Vacance«) ein großes Ding in Südkorea, durch Covid-19 wenig überraschend noch mal verstärkt. Zielgruppe sind gerne Familien mit eher kleineren Kindern. Hotels der 5-Sterne-Kategorie mutieren zu Kinderwunderländern. Allen voran das »Four Seasons Seoul« mit seinem »Kids for All Seasons Package«. Neben Origami falten, Cupcakes backen und nach Anleitung zeichnen werden Pizzen gebacken und gemeinsam mit den Mamas die Nägel manikürt. Das eigentliche Mikro-Abenteuer wartet aber in den Suiten: ein eigenes Zelt für die Kinder! Fixfertig – das lästige Aufstellen entfällt – und: es kommt sogar mit Fahne und personalisiertem Namensschild. »Die Möglichkeiten für solche Packages sind endlos«, betont Rebekah Lee vom »Four Seasons« in Seoul. »Unser Hotel hat ein internationales Angebot an Speisen und Getränken, dazu das Spaund Fitnessprogramm. Insgesamt fühlt es sich an, als würde man in die Ferne verreisen, aber ohne das Land zu verlassen.« Die Chance, dass die Angebote auch 2022 verlängert werden, ist groß. Auch das »Millenium Hilton« in Seoul hatte 2021 ein »Mom & Kids Family Package«. In Kooperation mit den namhaften Spielzeug-Firmen Haba, Melissa & Doug, Schleich, Bruder und Siku wurden die Zim- Korea setzt Trends K-Pop, Kimchi, Squid Game – und jetzt Hocance? »Park Hyatt Busan«, Korea Familien buchen sich gerne für Short-Stay ein, etwa um Geburtstage zu feiern. »Millennium Hilton Seoul«. Beim »Mom & Kids Family Package« werden die Zimmer – in Kooperation mit Spielzeugherstellern – in Spielräume verwandelt. mer, zumeist für 24 Stunden-Aufenthalte, mit Spielzeug aufgerüstet. Beim Check-in erhalten die Kids zudem ein Malset und den Hotelpool gibt es ja auch noch, falls es im Zimmer zu eng wird. Definitiv nicht so ganzheitlich, aber dennoch verspielt, haben sich auch andere Hotelketten dem Corona-Trend Staycation angenommen. Beispiel »Aloft Dallas Love Field Hotel« (ein nicht-asiatischer Ausreißer in dieser Geschichte): zu Halloween mutiert das Hotel in ein »Haunted House«, vergünstigte Zimmerpreise gibt’s ganz ohne Geisterbeschwörung. Generell ist man in den »Aloft«-Hotels (Marriott-Gruppe) sehr kreativ. In Osaka, Japan, ist eine »Halloween Insta Party« buchbar. Das Zimmer ist thematisch dekoriert, das In-Room-Dinner soll sich ebenfalls gut auf den Fotos für Instagram machen. Beim »Swiss Grand Hotel« (Seoul) spricht man das Thema Covid offen an. Wer eine Auszeit brauche, könne sich einen Abend im hauseigenen Kino gönnen, plus Übernachtung. Bei »Happy Hocance« wartet die Virtual Reality Brille am Zimmer. Das muss man wollen, keine Frage. Und Europa ist anders, das sowieso. In Korea stehen den Haushalten durchschnittlich 1,5 Räume pro Person zur Verfügung, weniger als im OECD-Durchschnitt mit 1,8 Räumen pro Person (Quelle: OECD Better Life Index). Welcher Wiener, Zürcher oder Berliner würde im Luxushotel einchecken, um einen Kindergeburtstag zu feiern? Und überhaupt: die Dichte an Kinder- und Familienhotels ist enorm, wozu hier in Konkurrenz treten? Paige Mooney, »Marriott International«, meint auf Nachfrage: »Was man so durch die Medien mitbekommt, sind die Europäer sehr erpicht darauf, in andere Länder zu verreisen. Vielleicht sind Staycations beliebter auf der anderen Seite der Welt.« Mag sein. Aber man kann sich trotzdem etwas aus Fernost abschauen. Kooperationen mit Spielzeugherstellern zum Beispiel. Denn man muss kein Familienhotel führen, um zu verstehen, dass Eltern lieber buchen, wenn sie nicht die gesamte Dinokollektion und Bibliothek der Kinder miteinpacken müssen. Die Hygiene ist natürlich ein Kapitel, das man hier mitdenken muss, aber es ist machbar. Es muss ja nicht das Bällebad mit 1000 Kugeln sein. 05/2021 falstaff profi 23

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